Neues zum Baugebiet an der alten Fella in Feucht :  Wohnen "Am Reichswald"

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Hier finden Sie eine Zusammenstellung der Aussagen der CSU zum Baugebiet "Am Reichswald"

- Oktober 2009: Die Haltung der Feuchter CSU zur Bebauung der Fella: Ortszentrum hat Priorität - Supermarkt am Reichswald sinnvoll - reine Wohnbebauung problematisch

- November 2009: Kompromisslösung anlässlich des initiierten Bürgerbegehrens - Wohnraum für junge Familien schaffen

- Dezember 2009: Kompromisslösung ohne Supermarkt beschlossen - dafür kleinere Geschäfte möglich - SPD-Vorschlag zur Eigenbeplanung, -vermarktung und -bebauung unrealistisch

- Januar 2010: Veränderungssperre für das Gebiet "Am Reichswald" erlassen - Im Konsens eine Lösung mit der Firma Fella finden

- Februar 2010: Die CSU hofft auf einen zügigen Fortgang des Bauprojektes"Am Reichswald"

- März 2010: Spielplätze in der Diskussion

- Mai 2010: Weitere Schritte beim Baugebiet "Am Reichswald"

- Juni 2010: Martin Rübig antwortet auf die Leserbriefe von P. Hluchy und M. Sauerer

- Juli 2010: Der Bebauungsplan „Am Reichswald“ und die Haltung der Feuchter SPD

- November 2010: Neue Lösung gefunden - Firma Fella und Tierheim einverstanden

- Januar 2011:  Feucht kann mit Zuzug neuer Bürger rechnen

- Mai 2012: Das Ziel ist in Sicht

- November 2012: Dritter Bauabschnitt eröffnet

- April 2013: Herzlich willkommen in Feucht

 

  Die Haltung der Feuchter CSU zur Bebauung der alten Fella (10/09)   Kompromisslösung anlässlich des initiierten Bürgerbegehrens (11/09)
 

 

Feuchts Zukunft sichern

Seit mehr als 10 Jahren liegt das Gelände an der alten Fella brach, weil sich angesichts der zahlreichen Risiken und Erschwernissen bislang niemand dort an die Verwirklichung von Wohnen gewagt hat. Viele Vorstellungen sind auch daran gescheitert, weil der Eigentümer – die HBV – das Gelände nur im Ganzen veräußern will.

Nun hat vor einem Jahr ein Investor die Initiative ergriffen und seine konkreten Vorstellungen der Verwaltung und dem Marktgemeinderat dargelegt. Seither beschäftigt sich dieser intensiv mit der vorgeschlagenen Bebauung des Fella-Geländes. Besichtigungen vergleichbarer Objekte haben stattgefunden – dabei wurde von Anfang an das geplante Vorhaben deutlich:

-         preisgünstiges Wohnen bzw. Wohneigentum insbesondere für junge Familien

-         in Verbindung mit dem Baugebiet ein (oder sogar zwei) Nahversorger (zumeist Discounter)

Insgesamt bestand Einigkeit, dass die Errichtung eines neuen Wohngebietes auf dem Gebiet der alten Fella wichtig für Feuchts Zukunft ist.  Dies bedeutet unter anderem mehr Kaufkraft in und für Feucht, eine Bestandssicherung der Schulen und Kindergärten, neue Mitglieder für Kirchen, Vereine und Organisationen, höhere Einnahmen hinsichtlich der  Einkommensteueranteile, ja selbst Gebühren wie der Wasserpreis wären für alle in Feucht und Moosbach günstiger. Wenn dies wie vorgesehen als preislich attraktives Wohnen für junge Familien gestaltet wird, haben auch jene eine Chance, in Feucht zu bleiben oder nach Feucht zu ziehen, die derzeit mangels geeigneter Angebote nicht bei uns bleiben bzw. nicht zu uns kommen.

Der Marktgemeinderat beschloss einstimmig, dass auf Grund der vorgestellten realisierten Bauvorhaben mit dem Investor Verhandlungen weitergeführt werden und gab daher auch eine Auswirkungsanalyse für einen Nahversorger auf dem ehemaligen Fella-Gelände in Auftrag.

 

Ortszentrum genießt absolute Priorität

Dabei war es von Anfang an Ziel der CSU, die Attraktivität des Zentrums auf Dauer zu sichern. Dies geschieht im Umfeld der bisherigen Norma, und konkrete Schritte  dazu wurden bereits getan: Das Anwesen Sailer wurde bereits erworben und Verhandlungen mit der AWO sind auf gutem Wege. Die Norma will hier den Standort beibehalten und könnte dann expandieren. Ein Supermarkt auf dem Fellagelände steht nach Aussage der Norma dem nicht entgegen - wohl aber ein Discounter, der vom Investor favorisiert worden war. Allerdings müssten nach Auffassung der CSU zunächst die Baumaßnahmen im Zentrum stattfinden, erst dann soll eine Einkaufsmöglichkeit auf dem Fella-Gebiet errichtet werden. Dieses Nacheinander ist für uns eine zentrale Voraussetzung und kann nach derzeitigem Kenntnisstand auch so verwirklicht werden.

Feuchts Bevölkerungszahl ist seit Jahren rückläufig (2001: 14.000 – 2009: 13.326). Mit dem neuen Wohngebiet „Am Reichswald“ könnte dieser Entwicklung entgegengewirkt werden, es ergäbe sich per Saldo nach Fertigstellung und Bezug der Wohneinheiten ein Mehr von rund 10% an Bevölkerung für Feucht. Das würde laut gfk-Gutachten ein zusätzliches Umsatzpotential von rund 5,9 Mio € bedeuten – davon neben 4,5 Mio € für den periodischen und 1,4 Mio € für den nichtperiodischen Bedarf, den ein möglicher Supermarkt auf Fellagelände gar nicht abschöpfen könnte. Das Gutachten sieht hier sogar einen zusätzlichen Bedarf innerhalb der nächsten 10 Jahre von rund 1600 m² Verkaufsfläche, wovon der Großteil (ca. 1000 m²) auf den periodischen Bedarf fallen dürfte.

Einen solch’ großen Zuwachs an Verkaufsfläche hält die CSU für nicht sinnvoll und gewünscht. Allerdings wird deutlich, dass aufgrund der Analyse der gfk „Am Reichswald“ ein Vollsortimenter für das Ortszentrum und damit für gesamt Feucht die verträglichste Lösung ist. Das könnte am besten durch eine Verlagerung des bisherigen Edeka-Standortes in das neue Baugebiet gewährleistet werden, da der alte Standort aufgrund der gfk-Analyse langfristig gefährdet ist  und politische Planungen auch mittel- und langfristig ausgelegt sein müssen. Es geht also auch darum, den Standort der Edeka in Feucht im Sinne der Versorgung der Verbraucher auf Dauer zu sichern.

 

Reine Wohnbebauung „Am Reichswald“ problematisch

Aufgrund der baulichen Situation, die aus Schallschutzgründen eine Riegelbebauung auch in südlicher Richtung komplett vorschreibt, ist auf dem alten Fella-Gelände eine reine Wohnbebauung nicht realistisch darstellbar. Hier müssten Wohngebäude von annähernd 20 Metern Höhe als Lärmschutz erstellt werden, bei denen die Südseite nicht nutzbar und die Ausrichtung der Wohnungen nach Norden wäre.

Aber selbst bei einer Wohnbebauung könnten im neuen Baugebiet Läden zur Versorgung des betreffenden Gebietes errichtet werden – z.B. Bäcker, Metzger, Zeitschriftenläden – ohne dass diese von der Marktgemeinde verhindert werden könnten. Und gerade die davon betroffenen Geschäftsleute aus dem Bereich des Ortskerns haben uns ihre besonderen Bedenken geschildert.

In ausführlicher und sorgfältiger Abwägung aller Argumente und Interessen ist die CSU zu der Auffassung gelangt, im Baugebiet „Am Reichswald“ für einen Nahversorger als Vollsortimenter (Schwerpunkt food-Bereich) zu plädieren, weil der vom Investor ursprünglich gewünschte Discounter (z.B. Lidl) das K.O.-Kriterium für die Norma im Ortszentrum wäre.

  

Intensive Verhandlungen erforderlich

Gleichzeitig stellte die CSU den Antrag, der Markt Feucht möge rasch und unverzüglich hinsichtlich des Standortes an der Nürnberger Straße (bisherige Edeka) mit den Grundstücks- bzw. Gebäudeeigentümern in Verhandlungen treten, mit dem Ziel, dort eine optimale und verträgliche Lösung im Hinblick auf das Ortszentrum und damit für die Zukunft von Feucht zu schaffen. Hier vertrauen wir auf das Verhandlungsgeschick unseres Bürgermeisters Konrad Rupprecht, der dies in der Vergangenheit bei schwierigen Problemfeldern unter Beweis gestellt hat, denken wir nur beispielhaft an die komplexe Realisierung des Zeidlerviertels, die erfolgreichen Bemühungen um durchgehenden Bahnlärmschutz und die bereits erkennbaren Fortschritte im Hinblick auf die Neugestaltung des Norma-Areals im Zentrum.

Wenn dann noch im neuen Wohngebiet von Anfang an effektiv Werbung für das Zentrum gemacht wird (z.B. durch Informationsschilder, Einkaufsgutscheine oder Werbung und Information auf Neubürgerabenden der Marktgemeinde), hat die CSU keine Bedenken, neben den Wünschen der Verbraucher auch denen der Feuchter Geschäftsleute – insbesondere im Ortszentrum - gerecht zu werden. Denn wir sind überzeugt, dass die geplante Neuansiedlung von bis zu 1500 Menschen auch mehr Kaufkraft in das Ortszentrum bringen wird.

Dieses Vorgehen ist nach unserer Auffassung für alle Mitbürgerinnen und Mitbürger die beste der realistisch verwirklichbaren Lösungen. Es wäre schade, wenn die Diskussion um das Gebiet „Am Reichswald“ die bislang konstruktive und erfolgreiche Zusammenarbeit aller zum Wohle unserer Heimatgemeinde beeinträchtigen würde.

Thomas Schneele für die CSU-Fraktion

 
 

 

Wohnraum für junge Familien im Mittelpunkt

Zur Umkehrung eines negativen Bevölkerungstrends in Feucht und damit zur Sicherung der Gemeindefinanzen, aber vor allem der Zukunft von Kindergärten, Schulen, Vereinen und Organisationen ist eine Bebauung des Gebietes an der alten Fella mit bezahlbarem Wohnraum speziell für junge Familien unerlässlich – das ist und bleibt oberstes Ziel der Feuchter CSU-Fraktion.

Dies war gleichermaßen Ausgangspunkt und Fazit der letzten Sitzung der Marktgemeinderatsfraktion, bei der die vorgesehenen Investoren dieses Baugebietes ihre aktualisierten Planungen erläuterten. Und während jene anfangs zwei oder zumindest einen Supermarkt als zwingende Voraussetzung für die Realisierung des Gesamtprojektes kommuniziert hatten, konnten sie nun davon überzeugt werden, eine Planung auszuarbeiten, die ohne Ausweisung einer Sondergebietsfläche und damit ohne Supermarkt auskommt und dennoch städtebaulich vertretbar ist.

 

Preislich erschwingliches Wohnen gewährleistet 

Wichtig für die CSU war dabei, dass diese Neuplanung ohne finanziell negative Auswirkungen auf die zukünftigen Immobilienerwerber zugesichert wurde. Denn preislich erschwingliches Wohnen in Feucht war ja von Anfang an das Hauptziel der CSU bei dem geplanten Gebiet „Am Reichswald“, und im Gegensatz zu anderen Parteien hatte sich die Feuchter CSU bekanntlich seit langem für eine Wohnbebauung auf dem Gebiet der alten Fella ausgesprochen: „Eine Nutzung des brach liegendes Gelände der alten Fella für Wohnzwecke steht für uns im Vordergrund“ – wird ausdrücklich im Wahlprogramm für die Periode 2008-2012 formuliert. Dies ist um so wichtiger, als dieses Gebiet die einzig mögliche größere Flächenreserve in Feucht ist und so verhindert werden kann, dass junge Familien weiterhin mangels bezahlbarer Immobilienangebote unsere Heimatgemeinde verlassen.

 

 Umweltpolitisch wichtig und sinnvoll

Auch umweltpolitisch ist die geplante Bebauung „Am Reichswald“ mehr als sinnvoll. Zum einen wird durch den Investor die Lösung aller eventuellen Bodenproblematiken garantiert, zum anderen wird mit der Bebauung ein derzeit brach liegendes Gelände für Wohnbebauung nutzbar gemacht und so dem vom Bund Naturschutz zu Recht angeprangertem Flächenverbrauch „auf der grünen Wiese“ entgegengewirkt.

Wenn auch der dort geplante Supermarkt – explizit als Umsiedlung der Edeka von altem Standort an der Nürnberger Straße und einer für den Ortskern verträglich Nachnutzung des alten Edeka-Standortes – aus Sicht der CSU eine gute Lösung gewesen wäre, war es in einer öffentlich aufgeheizten Stimmungslage offenbar nicht immer gelungen, bei dieser Thematik alle Argumente einer breiten Öffentlichkeit zu kommunizieren. Daher wird die gesamte Fraktion angesichts der nun neu vorgelegten Planung nicht auf die Ausweisung eines Sondernutzungsgebietes bestehen, sondern sich für die neue Variante ohne Errichtung eines Supermarktes  stimmen.

 

Nicht die optimalste Lösung

„Um letztlich das Hauptziel - die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum insbesondere für junge Familien – nicht zu gefährden, ist dieses aus Sicht der Fraktion zwar nicht die optimalste, aber die am besten verwirklichbare Lösung“, so Fraktionsvorsitzende Karin Reiwe.

Selbstverständlich wird im Rahmen des Bebauungsplanes „Am Reichswald“ sowohl für den TSV als auch für das Tierheim Bestandsschutz gewährleistet, so dass erwartet werden kann, dass die nun vorliegende Planung auf allgemeine Zustimmung stößt.

Dies ist auch für Bürgermeister Konrad Rupprecht wichtig, der an der Sitzung der CSU-Fraktion teilnahm und aus seiner Sicht deutlich machte, wie wichtig die Bebauung des ehemaligen Fellaareals für eine gute zukünftige Entwicklung von Feucht ist. Daher setzte er sich vehement dafür ein, dass das neue Bebauungskonzept nun ohne Supermarkt am 24.11. vom Marktgemeinderat verabschiedet werden kann. Voraussetzung dafür wäre allerdings eine Rücknahme des Bürgerbegehrens durch die drei Vertretungsberechtigten, da das Gesetz jegliche Weiterbehandlung des Themas verbietet, wenn ein Bürgerentscheid ansteht. So hofft der Bürgermeister zusammen mit der CSU-Fraktion, dass das Bürgerbegehren noch vor der Behandlung am kommenden Dienstag zurückgezogen wird. Nur dann steht einer positiven Entwicklung des ehemaligen Fella-Geländes nichts mehr im Weg.

 

Dringender Handlungsbedarf

Das den CSU-Fraktionsmitgliedern in vielen persönlichen Gesprächen deutlich gewordene große Interesse an dem neuen Baugebiet zeigt überdeutlich, dass hier dringender Handlungsbedarf besteht. „Und deshalb müssen eben auch von uns Kompromisse eingegangen werden“, fasste der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Herbert Bauer die Haltung der CSU-Fraktion zusammen, die am kommenden Dienstag geschlossen für die neue Variante ohne Sondernutzungsgebiet und damit ohne Supermarkt stimmen wird. Und auch die Vertreter von FDP, FWG und UCS haben ihre Zustimmung zu dieser neuen Variante signalisiert.

Herbert Bauer

 

 
 

 

 

Kompromisslösung ohne Supermarkt am 24.11.09 mit 18 zu 7 Stimmen im Feuchter Marktgemeinderat beschlossen

 

 
 

Es war seitens der CSU eine Kompromisslösung: Der Bebauungsplan „Am Reichswald“ kommt nun ohne Supermarkt aus, dafür sind aber als Lärmschutzbebauung an der Südseite mehrere Häuser mit gewerblicher Nutzung vorgesehen, darunter möglicherweise für Bäcker, Metzger und Zeitschriftenladen.

Gerade die davon betroffenen Geschäftsleute aus dem Bereich des Ortskerns hatten uns ihre besonderen Bedenken geschildert und erhalten nun mit größter Wahrscheinlichkeit weitere Konkurrenten, was bei einer Verlagerung der Edeka nicht eingetreten wäre. So gesehen wäre der „Am Reichswald“ ursprünglich geplante Supermarkt – explizit als Umsiedlung der Edeka vom alten Standort in der Nürnberger Straße und einer für den Ortskern verträglich Nachnutzung des alten Edeka-Standortes – aus Sicht der CSU eine gute Lösung gewesen wäre. Und Edeka wäre gerne umgezogen, um dort langfristig eine gesicherte Zukunft zu erhalten, was für den bisherigen Standort an der Nürnberger Straße nicht unbedingt gegeben ist. Denn die dort von Vertretern des Bürgerantrages vorgeschlagenen „Erweiterungsmöglichkeiten“ wie etwa die Auflassung des Gehweges am Bahndamm sind absolut unrealistisch. Für die Restdauer des Edeka-Mietvertrages in der Nürnberger Straße (noch über vier Jahre) wäre genügend Zeit geblieben, im gegenseitigen Einvernehmen aller eine geeignete Nachnutzung zu finden  - warum etwa nicht für ein Pflegeheim an dieser Stelle?

Aber im Verlauf des Bürgerbegehrens wurde allzu oft emotional statt rational argumentiert und von einigen auch der Standort der Norma im Zentrum als fraglich hingestellt. Dabei war doch von vornherein klar, dass am Standort „Norma“ im Zentrum zukünftig ein attraktiveres Angebot entsteht, da der Markt Feucht dazu das Anwesen Sailer bereits gekauft hat und die Verhandlungen bezüglich der AWO auf guten Wege sind. Eine Verlagerung der Edeka um rund 250 Meter in das Neubaugebiet hätte diesem Projekt nach Äußerungen aller Beteiligten in keinster Weise entgegengestanden, so dass diesbezügliche Befürchtungen absolut gegenstandslos waren, zumal die Baumaßnahmen im Zentrum vor der Edeka-Verlagerung hätten stattfinden können.

Zum gegenwärtigen Zeitpunkt ist allerdings am wichtigsten, dass die Planungen weitergehen können. Zeitliche Verzögerungen könnten nicht nur das gesamte Projekt gefährden, es wäre auch möglich, dass dadurch die Immobilien für die potentiellen Käufer merklich teurer würden. Um diese Risiken zu vermeiden, stimmte die CSU einstimmig dem Bebauungsplanentwurf ohne Supermarkt zu.

Selbstverständlich wird im Rahmen des Bebauungsplanes „Am Reichswald“ sowohl für den TSV als auch für das Tierheim und die Fellawerke Bestandsschutz gewährleistet. Das den CSU-Fraktionsmitgliedern in vielen persönlichen Gesprächen deutlich gewordene große Interesse an dem neuen Baugebiet zeigt überdeutlich, dass hier dringender Handlungsbedarf besteht.

 

Neuer SPD-Vorstoß zur Verzögerung

Dass die SPD mit dieser Kompromisslösung wieder nicht leben kann, machte der eiligst als Tischvorlage nachgeschobene Antrag in der letzten Marktgemeinderatssitzung deutlich. Wir hatten eigentlich nichts anderes erwartet, ging es der SPD dabei offenbar immer wieder darum, dem geplanten Projekt neue Steine in den Weg legen zu wollen. Aber damit treffen die Genossen nicht – wie sie offensichtlich vorhaben – unseren Bürgermeister oder die breite Mehrheit im Marktgemeinderat, sondern die vielen jungen bauwilligen Familien, die schon lange auf preislich attraktiven Wohnraum in Feucht warten. Ist dies wirklich den Preis der Verweigerungshaltung wert?

Denn inhaltlich ist der Vorschlag der SPD – der Markt Feucht solle das gesamte Gelände der alten Fella auf eigenen Kosten erwerben und dann selbst beplanen und bebauen - mit so vielen Fragezeichen behaftet, dass er nur einen Zweck hat: Die neue Kompromisslösung wieder hinauszögern zu wollen, in der Erwartung, dass der Investor endgültig abspringt und vor dem nächsten Kommunalwahltermin keine sichtbaren Ergebnisse auf dem Gebiet der alten Fella zu erreichen sind. Und daher hatten auch die SPD-Vertreter auf folgende Fragen der CSU-Fraktionsvorsitzenden Karin Reiwe in der letzten Marktgemeinderatssitzung keine Antworten zu bieten:

  1. Ich frage Sie meine Damen und Herren von der SPD wie der von Ihnen eingebrachte Antrag finanziell geschultert werden soll? Denn der Markt Feucht hat die finanziellen Mittel nicht, um das Gelände zu erwerben. Zudem sollte Ihnen klar sein, dass wenn der Markt Feucht in Verkaufsverhandlungen eintreten sollte, der Preis allen Erfahrungen nach auf jeden Fall nach oben geht.
  2. Ein von der Kommune erworbenes Grundstück darf nicht unter Wert verkauft werden. Wenn wir den Verkaufspreis wie von Ihnen gefordert subventionieren, ist das dann nicht auch eine Vorteilsnahme Einzelner? Einheimischenmodelle funktionieren möglicherweise auf dem flachen Land und in Touristikgebieten, aber nicht dort, wo man auch Zuzüge Auswärtiger erwartet.
  3. In der Gemeinde haben wir nicht das nötige Personal, um ein Gebiet dieser Größe zu vermarkten. Sollen dazu wohl mehrere neue Stellen geschaffen werden?
  4. Es ist schon mehr als verwunderlich, dass Sie jetzt den noch im Sommer dieses Jahres von Ihnen als Nebenparlament gescholtenen Ortsmarketingbeirat ins Spiel bringen, um in der Planung und Vermarktung des Geländes mitzuwirken.
  5. Glauben Sie wirklich, dass die entsprechenden Lärmschutzvorgaben, die der Investor hat, vom Markt Feucht nicht erfüllt werden müssen und somit die als Lärmschutz notwendige Riegelbebauung entfällt?

Eine von der SPD geforderte „Planungs- und Verwaltungsgesellschaft“ des Marktes Feucht für dieses Gebiet wäre personell und finanziell ohne extreme Ausgaben nicht zu leisten. Dafür gibt es allerdings genügend Fachleute, und auch bei der Feuchter SPD sollte die Erkenntnis gereift sein, dass der Staat eben nicht alles besser kann als selbstständige und spezialisierte Experten. Wenn man gar – wie es die SPD will - versuchen würde, das Gebiet nicht im Ganzen sondern parzelliert an verschiedene Investoren zu vermitteln, würde man sehr schnell erkennen, dass dann zwar die wenigen Filetstücke Interessenten fänden, der komplexere Rest aber ohne Nachfrage bliebe.

Ganz übersehen wird seitens der SPD, dass das Grundstück der alten Fella ja bereits einem neuen Eigentümer gehört, der überhaupt nicht gewillt ist, dieses wieder zu veräußern. Da könnte der Markt Feucht dann doch wohl nur im Zuge einer Enteignung an das Gelände kommen!

Auch der zusätzlich nachgeschobene SPD-Antrag auf Änderung der Planung im nord-östlichen Bereich kann nur als Teil der gesamten Verzögerungstaktik gewertet werden. Dies war offenbar auch die Meinung des gesamten restlichen Marktgemeinderates, so dass die SPD für ihre Contra-Haltung keinerlei Unterstützung erfuhr.

Mittlerweile wurde auch der städtebauliche Vertrag mit breiter Mehrheit des Marktgemeinderates gebilligt.

Herbert Bauer

 

 

Veränderungssperre für das Gebiet „Am Reichswald“ erlassen

Wenn für ein Gebiet ein Bebauungsplan vorgesehen oder in Arbeit ist, ist es sinnvoll, für diese Zeit der Beratung bzw. Entscheidung eine sogenannte Veränderungssperre zu erlassen. Damit wird es allen Beteiligten bzw. Betroffenen unmöglich gemacht, vor Ablauf des gesamten Verfahrens kurzfristig unverrückbare Fakten zu schaffen, die dann in dem Bebauungsplanverfahren nicht mehr geändert werden können. 

Dies ist allgemein üblich und so auch beim Gebiet „Am Reichswald“ sinnvoll und geboten, da sonst die Zielsetzungen des Bebauungsplanes und damit die Planungssicherheit gefährdet werden könnten. Diese allgemein anerkannte Sichtweise war daher auch auf das Vorhaben der Firma Fella – die neue Fella liegt bekanntlich weiterhin als Gewerbegebiet im Bereich des Bebauungsplanes „Am Reichswald“ – hinsichtlich einer möglichen Ausweitung der Fertigungszeiten und der Montagehallen anzuwenden.

 

Berechtigte Anliegen der Fella

Es ist sicher gutes Recht des alteingesessenen Feuchter Betriebes der Fella, angesichts der geplanten Wohnbebauung am Rande ihres Firmengrundstückes ausloten zu wollen, was an zusätzlichen Betriebszeiten und flächenmäßigen Ausweitungen aus ihrer Sicht zukünftig machbar ist. Als Begründung wird von der Fella u.a. aufgeführt, dass die Jahresproduktion von derzeit 8.500 auf bis zu 13.000 Maschinen innerhalb der nächsten fünf Jahre gesteigert werden soll, dabei die Größe des Betriebsgeländes unverändert bleibt und daher die Einführung von zwei Schichten intensiviert werden muss. Einmal ganz abgesehen davon, dass die in diesem Zusammenhang genannten zwei Schichten – von 4.30 bis 14.15 Uhr und 14.15 Uhr bis 24 Uhr – offenbar ganz erhebliche Belastungen für die Arbeitnehmer mit sich bringen würden, ist deutlich erkennbar, dass die Fella damit vor allem grundsätzlich ihre Interessen wahren und nun eventuell auf ihrem Gelände weiter expandieren möchte. Dies war bis vor kurzem allerdings nicht so offensichtlich, denn da lehnten die Verantwortlichen der Fella noch ein Verkaufsangebot des Investors der Wohnbebauung „Am Reichswald“ ab, der ihnen zu marktüblichen Preisen einen Teil des Geländes der alten Fella eben gerade zu diesen Expansionszwecken veräußern wollte. Nun möchte man anscheinend angesichts des beschlossenen Bebauungsplanes frühzeitig seine Interessen einbringen, setzt aber den Äußerungen des Fella-Sprechers in der Marktgemeinderatssitzung auf eine einvernehmliche Lösung mit dem Markt Feucht.

 

Veränderungssperre geboten

Der seit Jahren unbestritten kompetent und anerkannt für den Markt Feucht tätige Rechtsanwalt Maximilian Döbler erläuterte in der Sitzung, dass der Erlass einer Veränderungssperre geboten ist, um die Bauleitplanung fortführen zu können, ohne dass in der Zwischenzeit unverrückbare Fakten geschaffen würden. So können im Verfahren die Interessen aller Beteiligten abgeglichen werden; im vorliegenden Fall die der Standortsicherung der Fella und dem Wohnen Am Reichswald. Mit dem Erlass einer Veränderungssperre für zwei Jahre behält der Markt Feucht das Geschehen in der eigenen Hand, ohne sie ist es ihm nicht möglich, die unterschiedlichen Interessen so ohne weiteres abzugleichen.

Die SPD hingegen forderte statt einer Veränderungssperre lediglich eine Zurückstellung des Fella-Antrages auf Nutzungsänderung der Gebäude und Außenflächen für ein Jahr. Diese wird aber im Gegensatz zur Veränderungssperre von der Baugenehmigungsbehörde (bei uns: Landratsamt) auf Antrag der Gemeinde erlassen – und wie Rechtsanwalt Döbler nachdrücklich äußerte, das Landratsamt könne, müsse das aber nicht machen, und der Markt Feucht gebe damit das Geschehen ohne Not aus der Hand.

 

Verantwortung für die Fella und für Feucht

Für dieses Ansinnen erhielt die SPD lediglich Zustimmung bei der Vertreterin der Grünen, so dass mit deutlicher Mehrheit (15:8) die Veränderungssperre für das Gebiet „Am Reichswald“ beschlossen wurde. „Nur so bleiben wir Herr des Geschehens“, fasste Karin Reiwe die Haltung der CSU zusammen, die auch von Vertretern der UCS, FWG und FDP unterstützt wurde. Dabei geht es in keinster Weise um die Gefährdung oder Nicht-Gefährdung des Betriebes der Fella, wie es die SPD-Vertreterin wortreich darzustellen versuchte. Es geht einzig allein darum, Sicherheit für die weitere Bauleitplanung zu schaffen, um in deren Verlauf die unterschiedlichen Interessen aller in Einklang zu bringen. Bürgermeister Konrad Rupprecht betonte nachdrücklich, dass gerade mit dem Erlass der Veränderungssperre ein sachlicher gemeinsamer Weg gegangen wird, in dem nicht mit Konfrontation, sondern im Konsens eine gute Lösung gefunden werden kann. Und neben dem Bestandsschutz des Tierheims und des TSV war auch die Sicherung der Existenz der Fella eine zentrale Bedingung für die CSU bei der Realisierung des neuen Wohngebietes „Am Reichswald“. Dass hier langfristig erfolgreich gearbeitet werden kann, ist der Fella und ihren Beschäftigten nur zu wünschen, hatte ihr Generalbevollmächtigter doch erst kürzlich erklärt, die Firma hätte 2009 Einbußen hinnehmen müssen. 

Herbert Bauer

 

 
 

CSU hofft auf einen zügigen Fortgang des Bebauungsprojekts "Am Reichswald"

 

Wer sich vom Segersweg her dem ehemaligen Eingang des Betriebsgeländes der Fella Werke nähert, erlebt nur noch die bedrückende Tristesse einer  maroden Industriebrache. Die natürliche Reaktion eines Besuchers kann nur die Forderung nach einer schnellen Veränderung sein. Das Gelände hat sicherlich zunächst seine besten Zeiten hinter sich.

Aber das muss nicht so bleiben, denn auf Initiative  von Bürgermeister Konrad Rupprecht und der CSU Fraktion ist ein Allgemeines Wohngebiet geplant, das in das ehemalige Werksgelände neues Leben und auch interessante städtebauliche Aspekte bringen  soll. Hintergrund ist, dass es in Feucht seit längerem keinerlei bezahlbaren Wohnraum für junge Familien gibt und Bauwillige aus Feucht wegziehen müssen. Daher soll das ehemalige Firmengelände der Fella-Werke zukünftig gerade für diese Bevölkerungsgruppe, die für die Zukunft einer Gemeinde so eminent wichtig ist, günstiges und platzsparendes Wohnen bieten. Wer sich bereits heute vom Baustil und den Raumverhältnissen des zukünftigen Feuchter Wohngebiets ein Bild machen will, kann das im "Pinder-Park" in Zirndorf und im" Sunny-Side" in Heroldberg bereits tun.  

Fraktion und Vorstand der Feuchter CSU besichtigten mit Konrad Rupprecht das Grundstück "An der Platte", um noch einmal die Dringlichkeit einer schnellen Realisierung des Bauprojekts zu unterstreichen. Bürgermeister Rupprecht betonte, dass mit der im letzten Jahr erlassenen Veränderungssperre die Interessen der Fella-Werke, wie auch der Bestandschutz des TSV und des Tierheims in einem gemeinsamen Weg des Konsens gesichert  werden sollen. Damit seien die notwendigen Voraussetzungen für die weitere Bauleitplanung geschaffen worden. Die  CSU Vertreter hoffen jetzt, dass die Planungen jetzt zügig vorangehen und von Seiten einiger Marktgemeinderäte nicht neue Verhinderungs- bzw. Verzögerungsstrategien ins Spiel gebracht werden.

Industriebrachen sind keine Zukunft, wohl aber eine Wohnbebauung für junge Familien. Nur Veränderung schafft Zukunft. Dass die vorgesehene Veränderung auf dem alten Fella Gelände für die Zukunft und die Wettbewerbsfähigkeit des Marktes Feucht von großer Bedeutung ist, davon ist die CSU nach wie vor überzeugt.

 Axel-Wolfgang Schmidt

 

 

 

Spielplätze in der Diskussion

 

Es ist ja schon nichts mehr Neues: Erst war es die Beanstandung der von Anfang an vorgesehenen Bauweise, dann der mögliche Supermarkt und später der Wunsch nach einer Begegnungsstätte im Gebiet des geplantes Baugebietes „Am Reichswald“ auf dem Gebiet der alten Fella. Nun müssen die vorgesehenen Spielplätze dazu herhalten, um der immerwährenden generellen Kritik von Rot-Grün an diesem für Feuchts Zukunft so wichtigen Vorhaben Ausdruck zu verleihen.

Dabei ist das von den Planern vorgesehene Konzept richtungsweisend, wie Thomas Schneele für die CSU-Fraktion verdeutlichte. Denn im Gebiet „Am Reichswald“ sind entlang eines durchgehenden Grünzuges Spielgeräte für die Kleinen und Treffpunkte für Väter und Mütter verteilt. Angrenzend an das neue Wohngebiet bzw. den TSV sollen zusätzlich ein Kleinkinder-Spielbereich (500 m²), ein Abenteuer-Spielbereich (3500 m²) für etwas ältere Kinder und ein Allwetterplatz (30x45 Meter) – der sowohl vom TSV als auch als gemeindlicher Bolzplatz genutzt werden kann – errichtet werden.  (siehe Plan auf Seite Planungsunterlagen)

Realisierung außerhalb viel attraktiver

Die Planer erläuterten, dass es sich bei vergleichbaren Anlagen als sinnvoll erwiesen hat, einen Teil für Kleinkinder und einen anderen für ältere Kinder auszuweisen. Die vorgesehene große Fläche außerhalb des Wohngebietes könnte dabei viel attraktiver und weitläufiger als innerhalb des Gebietes „Am Reichswald“ gestaltet werden. Da bei Kleinkindern stets ein Elternteil am Spielplatz anwesend ist, sieht die CSU – wie übrigens auch eine zwei-Drittel-Mehrheit im Marktgemeinderat – kein Problem damit, dass die gesamte Anlage angrenzend an das neue Wohngebiet und nicht in dessen Innerem errichtet werden soll.

Insgesamt geht diese Lösung über das ursprünglich mit dem Investor – der 200.000 € der entstehenden Kosten übernehmen wird - erörterte Spielplatzkonzept hinaus, da man großzügiger planen und mehr Angebote für Feuchts Jugend schaffen will. Rund 150.000 € Mehrkosten müsste der Markt Feucht tragen – Geld, das angesichts der damit geschaffenen Möglichkeiten für Kinder und Jugendliche aller Altersklassen gut angelegt ist.

Als Option für die Zukunft wurde zudem ein Bedarfsplatz für den TSV (60x90 Meter) aufgenommen und weiter sind im Vorentwurf eine Zufahrt zu den Tennisplätzen und Stellplätze in diesem Bereich vorgesehen. Grundsätzlich erteilte der Marktgemeinderat mit den Stimmen von Bürgermeister Konrad Rupprecht und den Vertretern von CSU, FWG, UCS und FDP dem Konzept in Bezug auf Lage, Größe und Art mit deutlicher Mehrheit (16:8) seine Zustimmung. Über die Detailplanung wird dann zu gegebener Zeit in den zuständigen Gremien entschieden.

Herbert Bauer

 

Weitere Schritte beim Baugebiet „Am Reichswald“

Mit breiter Mehrheit – nur SPD und Grüne blieben bei der von ihnen praktizierten Kontra-Haltung - hat der Marktgemeinderat weitere entscheidende Schritte im Hinblick auf die Realisierung des Baugebietes auf dem Gelände der „alten Fella“ getan und wichtige planungsrechtliche Beschlüsse zum Flächennutzungs- und Bebauungsplan gefasst.

Für die CSU nahm Martin Rübig dazu wie folgt Stellung: „Auch ich begrüße die Aussage der SPD-Fraktion, dass sie grundsätzlich einer Wohnbebauung mit günstigem Wohnraum für junge Familien auf dem Gelände der alten Fella zustimmt. Auch die CSU-Fraktion verfolgt dieses Ziel. Es stellt sich mir jetzt allerdings die Frage, warum dann seitens der SPD und zum Teil auch der Grünen mit unterschiedlichsten Anträgen genau dieses Ziel  - günstiger Wohnraum - konsequent verhindert werden soll.

Günstiger Wohnraum bedeutet eine dichte Bebauung mit relativ kleinen Grundstücken und geradlinigen Strukturen. Würde wie von der SPD gefordert ein Spielplatz mitten im Wohngelände errichtet, so würden etliche Wohneinheiten wegfallen, die in der Gesamtkalkulation des Bauträgers enthalten sind. Ergo werden die Preise der restlichen Häuser steigen.
Außerdem muss dann von SPD-Seite aus - mit der gleichen Begründung, dass der hier vorgesehene Waldspielplatz am Rande des Wohngebietes nicht einsehbar ist - sofort ein Antrag gestellt werden, dass der Spielplatz an der Schwabacher Straße geschlossen wird. Denn auch dort gibt es keine Anwohner, die ein mögliches Auge auf die spielenden Kinder haben. Und am Ärztehaus kann von Fremden mit einem Auto bis an den Spielplatz ungesehen herangefahren werden.

Feuchts Einrichtungen stärken

Vehement wurde von der SPD Stimmung gegen einen Supermarkt auf dem Gelände „Am Reichswald“ gemacht, mit der Absicht, die Geschäfte und den Ortskern in Feucht zu stärken. Jetzt wird von den gleichen Personen unterstützt, dass eine „Begegnungsstätte“ geschaffen wird, am besten mit Biergarten. Ich frage Sie, welche Veranlassung sollen dann die Bewohner dieser Siedlung haben, in die Gaststätten, Cafes und Eisdielen im Ort zu gehen- zudem nebenan ja auch bereits das Parkrestaurant vorhanden ist? In der Vergangenheit ist einmal die Aussage des Kollegen Hagel gefallen, wir wollen dort oben kein Ghetto schaffen. Da stimme ich ihm voll zu. Aber ich frage Sie: Was hätten wir denn, wenn die Bürgerinnen und Bürger ihre Siedlung nicht mehr zu verlassen brauchen?

Außerdem können sich Cafes ohne gesonderten Antrag der SPD ohne Probleme jederzeit in dem Gebiet ansiedeln. In diesem Zusammenhang wird sich dann auch noch zeigen, ob eine mögliche Ansiedlung kleinerer Geschäfte wie Bäcker oder Metzger in dem Gebiet für den Ortskern nicht schädlichere Auswirkungen als ein Supermarkt haben werden.

Und die geforderte Zustimmung für die Errichtung eines eigenen Kindergartens im neuen Baugebiet hätte doch nur zur Folge, dass dafür ein anderer, bereits bestehender schließen müsste, weil durch den möglichen Zuzug „Am Reichswald“ gerade der drohende Rückgang an Kindern aufgefangen werden soll. Und genau dies wollen wir von der CSU nicht – wir wollen mit dem neuen Wohngebiet die bestehenden Einrichtungen in Feucht stärken und nicht schwächen!“

Fella und Tierheim  

Dass die Firma Fella langfristig erfolgreich arbeiten kann, ist ihr und ihren Beschäftigten nur zu wünschen, hatte ihr Generalbevollmächtigter doch erst kürzlich erklärt, die Firma hätte 2009 Einbußen hinnehmen müssen. Und im letzten Jahr lehnten die Verantwortlichen der Fella noch ein Verkaufsangebot des Investors der Wohnbebauung „Am Reichswald“ ab, der ihnen zu marktüblichen Preisen einen Teil des Geländes der alten Fella zu etwaigen Expansionszwecken veräußern wollte.

Martin Rübig bringt es auf den Punkt: „Die jetzt aufgestellte Forderung nach einer Erweiterungsmöglichkeit für die Firma Fella ist beim besten Willen nicht nachvollziehbar. Auch der SPD ist bekannt, dass mit der Fella im Vorfeld ausgiebige Gespräche geführt wurden, und auch eine Erweiterungsmöglichkeit im Norden angeboten wurde. Diese wurde von der Fella schriftlich mit dem Hinweis `Kein Bedarf´ abgelehnt. Des Weiteren wird der Fella wie soeben gehört ein ausreichender Bestandsschutz zugesichert. Gleiches gilt im Übrigen auch für das Tierheim.
Apropos Tierheim – Solange das Tierheim sich an die vorgegebenen Emissionswerte hält, wird es wohl auch keine erfolgreichen Klagen geben können und am Bestand des Tierheims wird nicht gerüttelt. Außerdem - und das wurde bisher verschwiegen - haben die Investoren ein Angebot gemacht, dass sie die Kosten für eine eventuelle notwendige Lärmsanierung ganz oder teilweise mit schultern würden. Dieses Angebot wurde vom Tierheim bis jetzt bedauerlicherweise noch nicht angenommen.

Geht es noch um die Sache?

Scheinbar geht es den Kritikern des Wohngebietes in Wirklichkeit gar nicht mehr um die Sache, sondern nur noch um (Partei)Politik, Polemik und in diesem Zusammenhang um eine medienwirksame Selbstdarstellung, die den Blick für die Realität vermissen lässt. Fakt ist, dass wenn die Forderungen von SPD und Grünen - und damit meine ich auch deren Abstimmungsverhalten  - in Gänze umgesetzt würden, das Bauvorhaben letztlich zum Scheitern verurteilt wäre.

Wir wissen hier alle, dass die dargestellte Bebauung städtebaulich keinen Augenschmaus darstellt, aber wenn wir wirklich ernsthaft daran interessiert sind, günstigen Wohnraum zu schaffen, dann müssen wir eben diesen Kompromiss mit der Lärmschutzriegelbebauung und den kleinen Grundstücken eingehen.

Ich lade Sie ein, Ihre Blockadehaltung aufzugeben und konstruktiv an Kompromissen mitzuarbeiten. Lassen Sie uns gemeinsam Lösungen finden, die im Rahmen der vorhandenen Anforderungen an Umwelt und Lärmschutz noch einen verträglichen Kaufpreis für Kunden ermöglichen.“

Denn auch die CSU kann sich sehr wohl vorstellen, dass in der Riegelbebauung zum Teil Stellplätze statt Wohneinheiten gebaut werden und auch wir würden uns darüber freuen, wenn für die Kinder noch mehr Spielmöglichkeiten und Freiflächen vorhanden wären. Auch eine Matschecke in Verbindung mit dem Schwarzwasser wäre sicher sinnvoll.

Dieses für ganz Feucht so wichtige Zukunftsprojekt hat es nicht verdient, als Spielball parteipolitischer Interessen missbraucht zu werden – hier geht es um die einzig verbliebene Möglichkeit, in größerem Umfang bezahlbares Wohnen zu schaffen, damit insbesondere junge Familien nicht weiterhin mangels geeigneter Angebote unsere Heimatgemeinde verlassen müssen.

Herbert Bauer

 

Martin Rübig antwortet auf die Leserbriefe von P. Hluchy und H. Sauerer

Zunächst einmal möchte ich mich bedanken, dass mein Engagement im Verein „Menschen für Tierrechte“ im Nachhinein so viel Anerkennung findet und auch öffentlich gewürdigt wird.

Interessant finde ich es auch, dass sich Schwarzenbrucker Bürgerinnen und Bürger für einen Bebauungsplan in Feucht interessieren und eine „Ghettobildung“ befürchten, die im übrigen aufgrund der Bebauungswünsche und Anträge der SPD mit Sicherheit entstanden wäre. Habt Ihr in Schwarzenbruck denn keine eigenen Themen?

Es ist richtig, dass ich im Verein „Menschen für Tierrechte“ aktiv war und an Veranstaltungen gegen Legebatterien und Pelztierzucht teilgenommen habe. Zu diesen Aktionen stehe ich auch heute noch und verurteile nach wie vor noch immer die Haltung von Hennen in Legebatterien, sowie die Aufzucht von Pelztieren für den Kommerz. Ich denke jedes Mal daran, wenn ich einen Fellbesatz an einer Jacke sehe, dass es ein russischer Schäferhund (sog. Gae Wolf) oder eine chinesische Katze sein könnte. Auch bin ich immer noch kein Befürworter eines Delphinariums.

Für mich gibt es aber nicht nur die Extreme schwarz und weiß, sondern auch Zwischenfarben. Leider scheint das bei vielen Personen, die sich einer Sache verschrieben haben nicht der Fall zu sein. Extremismus gibt es wohl nicht nur in der Religion oder der Politik. Wenn Du mir jetzt öffentlich vorwirfst, „wie schnell ich wegen einer politischen Karriere meine Meinung wechsele“ ist das nicht nur lächerlich sondern auch unverschämt und zeigt den wahren Charakter einer Person. Vielleicht ist es aber auch nur die Enttäuschung darüber, dass von mir keine Mitgliedsbeiträge mehr beim Verein „Menschen für Tierrechte“ eingehen. Zudem stellt sich mir die Frage: „welche Karriere eigentlich?“

Ich möchte hiermit noch einmal klarstellen, dass ich die Arbeit und das Engagement des Tierheims in Feucht schätze und dessen Existenz in keiner Weise gefährdet sehe, solange sich die Betreiber an ihre Auflagen halten. Oder werden dieses Auflagen wohl schon gar nicht mehr eingehalten und es wird befürchtet, dass neue Messungen dieses ergeben würden? (Nur mal so als Frage, ohne echtes Wissen)

Warum wird denn eigentlich seitens des Tierheims mit keiner Silbe erwähnt, dass der Investor zusätzlich Lärmschutzmaßnahmen im Tierheim finanzieren würde?

Auch werden sicherlich nicht, wie suggeriert wird, täglich nachts Hunde oder Katzen angeliefert. Und von dem geplanten „Vogelkäfig“ gehen sicherlich nicht mehr Geräusche aus, als von den zwitschernden Vögeln im angrenzenden Wald. Das allerdings hier auch Hennen und Hühner gepflegt werden sollen, die von ihren Besitzern angeliefert werden, ist für mich leider nach wie vor realitätsfremd.

Als Marktgemeinderat habe ich die Aufgabe Entscheidungen zum Wohle Feuchts zu treffen und dabei die Interessen für Feucht und seiner Bürgerinnen und Bürger gegen „Einzelinteressen“ abzuwägen. Und ich bin für mich zu dem Entschluss gekommen, dass eine Wohnbebauung auf dem Gelände der „alten Fella“ für Feucht langfristig positive Auswirkungen haben wird. Angefangen von den Kindergärten, über die Schulen, die Geschäfte bis hin zur Einkommensteuerumlage für die Marktgemeinde (ja auch der schnöde Mammon spielt bei der Entscheidung eine Rolle).

Und zum Schluss, noch ein letzter Satz.

Ein Verein, der in seinen Sitzungen (wenigstens seinerzeit) die Mitglieder dazu animiert Tauben in der Stadt zu füttern bewegt sich rechtlich in dieser Hinsicht auf sehr dünnem Eis.

 

Und nur ein einziger Punkt zum Leserbrief vom 26.05. von Herrn Sauerer.

Sehr geehrter Herr Sauerer leider habe ich erst jetzt Kenntnis von Ihrem Leserbrief erhalten, weil ich im Urlaub war. Deshalb meine verspätete Reaktion.

Sie müssen mich verwechseln. Am 10. November 2009 war ich mit Sicherheit nicht wie Sie geschrieben haben zu einer Besprechung im Tierheim. Sie sollten bei Ihren Stellungnahmen bei der Wahrheit bleiben und nicht versuchen durch Halb- oder Unwahrheiten Personen persönlich anzugreifen und von den Tatsachen abzulenken. Auf sachlicher Ebene bin ich jederzeit zu Gesprächen bereit und auch ernsthaft an Lösungen für die anstehenden Herausforderungen interessiert.

Martin Rübig

 

Der Bebauungsplan „Am Reichswald“ und die Haltung der Feuchter SPD

Als Konrad Rupprecht 1996 den damaligen SPD-Bürgermeister ablöste, begannen Fraktion und Ortsverband der CSU Überlegungen anzustellen, was mit dem Gelände der alten Fella aus ortsplanerischer Sicht geschehen soll.

Wir kamen zu der Überzeugung, dass die Ausweisung als Wohngebiet wohl die vernünftigste Alternative sei. Bekanntlich ist die Marktgemeinde Feucht von Bannwald umgeben. Das bedeutet, dass eine Ausdehnung des Ortsgebietes und damit verbunden die Ausweisung neuer Baugebiete nicht möglich ist. Bereits während der ersten Wahlperiode Rupprechts wurde deshalb von der Verwaltung im Marktgemeinderat der Vorentwurf für einen Bebauungsplan mit Wohnbebauung eingebracht.

Postwendend erklärte seinerzeit die SPD-Fraktion, dass sie einer Wohnbebauung nicht zustimmen werde. Sie schlug vor, das Gelände - welches die letzte Möglichkeit für Wohnbebauung in Feucht ist – als Gewerbegebiet auszuweisen, ohne eine nachvollziehbarer Begründung anzugeben oder einen Nachweis über den Bedarf zu führen.

So groß scheint der angesichts des Gewerbeparks Nürnberg-Feucht in Feucht nicht zu sein: Denn der Markt Feucht besitzt seit mehr als 15 Jahren ein 3520 m² großes  Gewerbegrundstück in der Industriestraße, das unter dem damaligen SPD-Bürgermeister gegen die Stimmen der CSU vom Staatsforst für rund 750.000 DM erworben wurde und für das sich bis heute kein Interessent fand. Nach den Vorstellungen der SPD sollte der gemeindliche Bauhof teilweise auf dieses Gelände verlagert werden, was in der Praxis absolut unsinnig gewesen wäre, wäre doch der Rest des Bauhofs an seiner bisherigen Stelle am Heideweg verblieben.

 

Mäkeln als Prinzip

Nach den ersten Vorstellungen des Bauträgers und der Besichtigung der Musterprojekte in Zirndorf und Heroldsberg signalisierten die Genossen Ende 2008 im Marktgemeinderat Zustimmung. Der Bauträger stellte von Anfang an klar, dass er nur in der vorgestellten Bauweise – Reihen-, Doppel- und Einfamilienhäuser - preislich erschwingliches Wohnen für junge Familien ermöglichen kann.

Doch dann fiel der SPD hinterher wohl ein, was in ihrem Wahlprogramm 2008 geschrieben stand:  „Das alte Fella-Gelände soll weiterhin Gewerbegebiet bleiben, da dort gesundes Wohnen nur in einem kleinen Bereich am Waldrand möglich ist und eine dortige Wohnbebauung die mögliche Gewerbeansiedlung weiter einschränken würde“

Und so fing die SPD im Marktgemeinderat an, an dem Projekt herumzumäkeln. Ob man nun plötzlich Bedenken gegen die Art der Bebauung hatte, die Fella und das Tierheim nach Ansicht der SPD gefährdet wären, ein großer und beispielhafter Waldspielplatz angrenzend an den Gebiet „Am Reichswald“ errichtet oder ein Supermarkt angesiedelt werden sollte – immer wieder meinte man, ein Haar in der Suppe finden zu müssen, um das Projekt ablehnen zu können.

Erst brachte die SPD das Argument, dass dort ein Ghetto entstehen würde und dann hatte man keine Hemmungen einen Antrag einzubringen mit der Forderung, in dem neuen Wohngebiet eine Begegnungsstätte für die Bewohner einzurichten – wohl wissend, dass das erst recht zur „Ghettobildung“ beitragen würde.

Dabei sollte doch die Wohnbebauung auf dem ehemaligen Fellagelände ein Weg sein, zusätzliche Kaufkraft in unsere Marktgemeinde zu bringen, den Bestand der  Kindertagesstätten, der Schulen und auch der Vereine zu sichern und unsere Heimatgemeinde insgesamt zu beleben.

In den Stellungnahmen selbsternannter Kritiker werden dann auch geflissentlich Fakten weggelassen, die den unbedarften Leser zu einem ganz anderen Ergebnis kommen ließen. So wird von den Gegnern der Wohnbebauung nur immer wieder auf „mögliche Probleme des Tierheims“ hingewiesen; verschwiegen wird dabei aber zum Beispiel, dass der Investor den Betreibern des Tierheims die Errichtung weiterer Schallschutzmaßnahmen auf seine Kosten angeboten hat.

Warum ist die SPD nicht so ehrlich zuzugeben, dass sie aus Prinzip gegen die Wohnbebauung auf dem alten Fella-Gelände ist?

 

Modellprojekt „Am Reichswald“

Oder liegt es gar daran, dass es für die SPD nicht hinnehmbar ist, dass es Bürgermeister Rupprecht mit Unterstützung von CSU, FWG, FDP und UCS tatsächlich gelingen könnte, das Modellprojekt zu verwirklichen: bezahlbares Wohnen, insbesondere für junge Familien und das noch in einer vom Bund Naturschutz geforderten Weise.

Denn dieser machte sich erst im November 2009 auf der Consumenta gegen unnötigen Flächenverbrauch auf dem Land stark im Sinne von „Wohnen im Kern, statt Neubau auf der Grünen Wiese“! Hier in Feucht wird sogar ein Gewerbegrundstück von eventuellen Umweltbelastungen befreit und Wohnraum im Ballungsgebiet der Metropolregion Nürnberg geschaffen, anstatt weitere Eingriffe in die Natur vorzunehmen.

Da hätte man sich schon einmal ein lobendes Wort nicht nur von den Genossen, sondern auch von den örtlichen Vertretern des Bund Naturschutzes erwarten können!

Werner Rübig

 

„Am Reichswald“: Kompromisslösung gefunden und mit großer Mehrheit auf den Weg gebracht

Eine etwas aufgelockerte Bebauung mit insgesamt rund 350 statt 460 Häusern sowie eine räumliche Erweiterungsmöglichkeit der (neuen) Fella Richtung Wald, die gleichzeitig als Puffer zwischen Wohnbebauung und Tierheim fungiert - das sind die wesentlichen Neuerungen des nun abermals geänderten Bebauungsplanes für das Gebiet der alten Fella.

Das alles hätte man mehr als ein Jahr früher haben können: Denn hätte die Konzern-Zentrale der Firma Fella bereits 2009 grünes Licht gegeben und das Grundstück damals erworben – was die Investoren des Baugebietes „Am Reichswald“ Anfang 2009 zu marktüblichen Preisen angeboten hatten – wären so manche Probleme und Verzögerungen erspart geblieben.

So hatte die Firma Fella – kurz nachdem ihre Konzernmutter eine räumliche Erweiterung ablehnte – einen Antrag auf eine zeitliche Ausweitung („Rund-um-die-Uhr“) der Fertigung gestellt, was mit breiter Mehrheit des Marktgemeinderates  durch eine Veränderungssperre verhindert wurde und bei solchen Vorhaben üblich ist. Die CSU hatte dazu im Frühsommer festgestellt: „Gerade mit dem Erlass der Veränderungssperre wird ein sachlicher gemeinsamer Weg gegangen, in dem nicht mit Konfrontation, sondern im Konsens eine gute Lösung gefunden werden kann. Jetzt wird sich zeigen – und wir sehen da durchaus positive Ansätze – wie die Interessen der Firma Fella, des Tierheims und des Wohnens „Am Reichswald“ noch besser in Einklang gebracht werden können und sich Lösungen ergeben, mit denen alle Beteiligten leben können.“ Dies ist nun erfreulicherweise geschehen – und der gefundene Kompromiss wird von allen Seiten – auch von Fella und dem Tierheim – akzeptiert und begrüßt.

Ein Gewinn für alle

Es lag wohl in der Natur der Sache, dass anfangs einige Maximalforderungen gestellt wurden, und auch der mehrheitlich beschlossene ursprüngliche Bebauungsplan ging ein wenig in diese Richtung. Dieser musste im Sinne des erstrebten Verhandlungserfolges aber so ausfallen, um damit bei allen Beteiligten Bewegungsspielraum und -bereitschaft zu schaffen.

Der CSU war stets klar, dass dieser Plan im weiteren Verlauf modifiziert werden kann und muss und somit Gegenstand weiterer Verhandlungen bleibt. Im konstruktiven Miteinander unter umsichtiger Moderation unseres  Ersten Bürgermeisters – nicht im plakativen Gegeneinander – ist nun ein Weg gegangen worden, der alle Interessen in Einklang bringen kann und von der CSU ausdrücklich begrüßt wird.

Damit haben letztendlich alle gewonnen

       die Firma Fella und das Tierheim, deren Existenz und Weiterentwicklung gesichert sind,

       der Markt Feucht, dessen Bevölkerungsstruktur, Handel und Wirtschaft, öffentliche Einrichtungen, Vereine und Organisationen vom Baugebiet „Am Reichswald“ profitieren,

       und insbesondere die jungen Familien, die nun die Möglichkeit erhalten, in Feucht eigenen Wohnraum zu erschwinglichen Preisen zu erwerben und nicht mehr aus ihrer Heimatgemeinde wegziehen müssen.

Die Zahlen der Bertelsmann-Stiftung zeigen nämlich für Feucht überdeutlich, dass bei uns – im Gegensatz etwa zu Burgthann oder Altdorf – gerade junge Familien eher weg- als zuziehen und in Folge dessen die Bevölkerungszahl – insbesondere im Bereich der Kinder und jungen Erwachsenen – stetig abnimmt – mit allen negativen Folgen für Einrichtungen und Infrastruktur unserer Heimatgemeinde.

Daher haben Bürgermeister Rupprecht und die CSU von Anfang das Projekt „Am Reichswald“ und dessen Zielsetzung „preisgünstiges Wohnen bzw. Wohneigentum insbesondere für junge Familien“ gefördert, und die nun modifizierte Planung – u.a. mit einer aufgelockerten Bebauung, zwei Grünzügen und zwei begrünten Plätzen bleibt diesem Ziel treu. Wir danken in diesem Zusammenhang den Vertretern von FWG, FDP und UCS für deren Unterstützung bei diesem zentralen Zukunftsanliegen unserer Heimatgemeinde. Wir sind zuversichtlich, dass mit dem nun gefundenen Kompromiss das weitere Verfahren zügig abgewickelt werden kann und sich in Bälde auf dem Gelände der alten Fella für alle sichtbar etwas tut.

Appell zur Gemeinsamkeit verhallte leider ungehört

Zur Umkehrung eines negativen Bevölkerungstrends in Feucht ist eine Bebauung des Gebietes an der alten Fella mit bezahlbarem Wohnraum speziell für junge Familien unerlässlich. Und bei den ersten Besichtigungen vergleichbarer Anlagen in Zirndorf und Heroldsberg war von Anfang an klar, dass ein bezahlbares Wohneigentum für junge Familien nur unter den besichtigten Prämissen möglich ist, und das schien damals auch gemeinsamer Konsens zu sein. Die diesbezüglichen Appelle der CSU-Marktgemeinderäte Herbert Brunner und Thomas Schneele an SPD und Grüne, diesen Konsens nicht zu verlassen, verhallten leider ungehört. Wenn ein mehrstöckig ausgebautes Reihenhaus mit zwei Stellplätzen und Garten z.T. deutlich unter 200.000 € im Ballungsraum Nürnberg erworben werden soll, muss sich dies zwangsläufig in der Art der Bebauung und dem Zuschnitt der Grundstücke wiederfinden. Immer wieder vorgetragene Kritikpunkte  von SPD und Grünen werden auch durch deren Wiederholung nicht richtiger, wie das Beispiel des geplanten großzügigen Waldspielplatzes zeigt. Dieser neue Waldspielplatz angrenzend an das neue Wohngebiet wird sich zur Attraktion für ganz Feucht entwickeln, und da für Kleinkinder genügend Spielmöglichkeiten im neuen Baugebiet vorhanden sind, besteht kein Bedarf, dort noch weitere Spielplätze zu errichten, wie es SPD und Grüne unverändert wollen. Deren Forderung würde jedoch im Baugebiet etliche weitere Häuser verhindern und damit letztlich den Preis des einzelnen Hauses nach oben treiben, was auf keinen Fall gewünscht sein kann – oder von den Kritikern etwa doch?

Lärmproblematik

Tagsüber werden die vorgeschriebenen Lärmwerte nach allen Berechnungen in Folge der Lärmschutzriegelbebauung eingehalten – nachts nicht überall, was vor allem an den dann vermehrt verkehrenden Güterzügen liegt. Aber danach dürfte wohl in fast allen Gebieten Feuchts nicht mehr gebaut werden, da unsere verkehrsgünstige Lage automatisch PKW-, Bahn- und Fluglärm mit sich bringt. Da es keine alternativen Flächenreserven zur Wohnbebauung in Feucht gibt, benötigen wir das Baugebiet „Am Reichswald“, um dem vorhandenen negativen Bevölkerungstrend entgegenzuwirken. Und was etwa die Regierung von Mittelfranken vorschlägt, war ja ohnehin von Anfang an geplant: Zunächst wird die äußere, dem Lärmschutz dienende Riegelbebauung vorgezogen, und erst dann werden die geplanten Reihen- und Doppelhäuser im Inneren errichtet.

Für die Zukunft Feuchts, vor allem aber im Sinne der vielen jungen Familien, die zur Zeit noch aus unserer Heimatgemeinde wegziehen müssen, ist die im Bebauungsplan getroffene Abwägung der Lärmschutzproblematik sinnvoll und nachvollziehbar. Bis auf die SPD sahen das alle Mitglieder des Marktgemeinderates so – aber die haben sich wohl wieder an ihr Wahlprogramm von 2008 erinnert: „Das alte Fella-Gelände soll weiterhin Gewerbegebiet bleiben, da dort gesundes Wohnen nur in einem kleinen Bereich am Waldrand möglich ist und eine dortige Wohnbebauung die mögliche Gewerbeansiedlung weiter einschränken würde“. Jetzt wird wohl jedem klar, warum die SPD meint, immer wieder ein neues Haar in der Suppe finden zu müssen. Eigentlich schade, denn wo bleibt da die soziale Einstellung gegenüber jungen Familien, die sich „Am Reichswald“ Wohneigentum in Feucht zu vergleichsweise erschwinglichen Kosten schaffen können?

Herbert Bauer

 

Feucht kann mit Zuzug neuer Bürger rechnen

"Der Startschuss für das neue Baugebiet am Reichswald ist nun mittlerweile erfolgt – und das nach endlosen und teilweise polemisch geführten Diskussionen. Auch sei kurz daran erinnert, dass dies ohne die Stimmen der SPD geschah, die ja eigentlich schon das Neubaugebiet am Reichswald befürwortet, aber nicht so, und wenn doch so, dann aber wenigstens ein bisschen anders, mit anderen Worten ein Haar wurde bei den Diskussionen immer wieder in der Suppe gefunden. Dabei drängt sich mir im Nachhinein immer mehr die Meinung auf, dass nicht rein sachliche Gründe, sondern größtenteils parteipolitische Überlegungen dafür den Ausschlag gegeben haben. 

Wichtig ist nun aber, dass die weiteren Schritte zur Bebauung des Gebietes der alten Fella zügig vorangehen und Feucht vielleicht schon bald mit dem Zuzug neuer Bürger rechnen kann, die dann den Ortskern beleben und auch für mehr Umsatz bei den ansässigen Einzelhändlern sorgen und sich positiv für die Altersstruktur und unsere Heimatgemeinde insgesamt auswirken."

Martin Rübig

 

Das Ziel ist in Sicht

 

Als wir uns 2009 dazu entschlossen haben für das ehemalige Fella-Gelände einen Bebauungsplan aufzustellen war für uns alle klar, dass das keine leichte Aufgabe sein würde.

Deshalb gilt unser Dank allen Interessensgruppen und Anwohnern, insbesondere den Verantwortlichen des TSV, des Tierheims und der Firmen Fella und Excella, der Verwaltung und da insbesondere des Bauamtes, der Feuchter Gemeindewerke aber auch den Planern, Rechtsanwalt Döbler sowie den Investoren für ein unermüdliches Ringen um die für alle beste Lösung und das Aufeinanderzugehen, das letztlich von allen im Sinne des gemeinsamen Erfolges praktiziert wurde.

 

Reger Besuch am 6. Mai zum Verkaufsstart des Baugebietes am Reichswald (www.parkside-feucht.de).

Und es waren insbesondere viele junge Familien, die sich für das Wohnen in Feucht an dieser Stelle interessierten.

Unser Ziel war, preisgünstiges Wohnen insbesondere für junge Familien zu ermöglichen, damit diese nicht mehr aus Feucht wegziehen müssen bzw. attraktive Angebote zum Zuzug erhalten. Den berechtigten Interessen insbesondere des TSV, des Tierheims und der Firmen Fella und Excella wird dabei Rechnung getragen.

Zudem werden Forderungen des Bund Naturschutz verwirklicht, der sich  gegen unnötigen Flächenverbrauch auf dem Land stark macht im Sinne von „Wohnen im Kern statt Neubau auf der „Grünen Wiese“.  Hier in Feucht wird ein brachliegendes Gewerbegrundstück von etwaigen Umweltbelastungen befreit und Wohnraum im Ballungsgebiet der Metropolregion Nürnberg geschaffen, anstatt auf dem Land weitere Eingriffe in die Natur vorzunehmen. Dies alles geschieht in einer energiebewussten Bauweise und umweltverantwortlichen Energieversorgung durch die Feuchter Gemeindewerke.

Um die Sonnenenergie zu nutzen braucht man heute nicht mehr unbedingt eine Südausrichtung der Giebel, denn durch Dünnschichtmodule ist dies auch in West-Ost Ausrichtung möglich und diese neuen Module erzeugen sogar bei diffusem Licht noch Energie und sind zudem auch noch günstiger als herkömmliche kristalline Module.

Kleine Grundstücke - wie sie „Am Reichswald“ kritisiert werden, haben wir in Feucht an vielen Stellen. Als diese Gebiete erschlossen und bebaut wurden waren sie sicher keine architektonischen Highlights, aber durch die individuelle Gestaltung der Gärten haben auch diese Baugebiete ihre persönliche Note erhalten und es lässt sich dort bestens wohnen.

Die CSU freut sich, dass nun das für Feucht und die Zukunft aller in unserer Marktgemeinde wichtige Projekt realisiert werden kann. Denn das Baugebiet bedeutet unter anderem auch mehr Kaufkraft in und für Feucht, eine Bestandssicherung der Schulen und Kindergärten, neue Mitglieder für Kirchen, Vereine und Organisationen, höhere Einnahmen hinsichtlich der Einkommensteueranteile, ja selbst Gebühren wie der Wasserpreis wären für alle in Feucht und Moosbach stabiler bzw. günstiger.  Es ist insbesondere für die bauwilligen jungen Familien zu wünschen, dass es zeitnah realisiert werden kann.

Wir danken den Vertretern von FWG, UCS und FDP, die die Bedeutung des Vorhabens rasch erkannt und dieses über das Verfahren hinweg mitgetragen haben. Die SPD-Fraktion sollte nun zur Kenntnis nehmen, dass das Baugebiet „Am Reichswald“ nicht gescheitert ist, wie sie es voreilig mehrfach geäußert hatten. Es ist zu hoffen, dass sie erkennen, wie ihr immer wieder geäußertes Schlechtreden bzw. ihre Polemik bei diesem für Feucht so wichtigem Projekt in keinster Weise zielführend war und ist.

Karin Reiwe

 

Dritter Bauabschnitt eröffnet 

Bereits im November wurde beim Verkauf der Häuser des neuen Wohngebietes auf dem Gelände der alten Fella der dritte Bauabschnitt eröffnet.

„Wir sind mit viel Optimismus an das Projekt ‚parkside‘ herangegangen, aber dass es so ein Renner wird, übertrifft unsere Erwartungen“, so Dr. Ralph Munck beim Informationsgespräch der Feuchter CSU am neuen Baugebiet. Die vielen schwarzen Punkte auf der Übersichtskarte markieren die verkauften Häuser und zeigen überdeutlich die großen Nachfrage.

Über 140 der nun 185 zum Verkauf stehenden Häuser sind bereits veräußert, und das Interesse möglicher Käufer hält unvermindert an. Vor allem für junge Familien wird dort preisgünstiger Wohnraum mit unmittelbarem S-Bahn-Anschluss geschaffen und damit dem prognostizierten Bevölkerungsrückgang in Feucht entgegengewirkt. Aus Sicht von Bürgermeister Konrad Rupprecht und der CSU hat es sich gelohnt, viel Zeit in die Verhandlungen mit den unmittelbaren Nachbarn zu intensivieren und die ursprüngliche Planung mehrfach zu modifizieren. So konnte eine Lösung gefunden werden, mit der auch die Firmen Fella und Excella sowie das Feuchter Tierheim und der TSV zufrieden sein können. Daher registriert die CSU mit Freude, dass das neue Baugebiet so großen Anklang findet. Neben Neuzuzügen erhalten nun auch Feuchter Familien eine günstige Gelegenheit zum Erwerb von Wohneigentum und müssen nicht mehr mangels geeigneter Angebote aus Feucht wegziehen. Ende Juni 2013 sollen nach Auskunft von Dr. Munck die ersten Häuser bezugsfertig sein.

Genauere Details zum Gewerberiegel am unteren Rand des Baugebietes und insbesondere zu konkreten Ansiedlungen bzw. dortigen Verkäufen standen beim Besichtigungstermin der Feuchter CSU allerdings noch nicht fest.

Herbert Bauer

 

Herzlich willkommen in Feucht

Die CSU ist aus guten Gründen unverändert der Meinung, mit der Bebauung des ehemaligen Fella-Geländes den richtigen Weg gegangen zu sein. Bezahlbares Wohnen für junge Familien und neue Mitbürgerinnen und Mitbürger für Feucht sind unverändert sinnvolle Ziele kommunalen Handelns. Dass das neue Baugebiet gut angenommen wird, belegen die Verkaufszahlen eindrucksvoll: Von derzeit 286 zum Verkauf angebotenen Häusern sind bereits 185 verkauft, doppelt so viele, wie seitens „Parkside“ ursprünglich erwartet worden war.

Die massive äußere Riegelbebauung war zwingend vorgeschrieben, um angesichts der umliegenden Gewerbebetriebe, des TSV, des Tierheims und vor allem wegen dem Verkehrslärm der Bahnstrecke nach Regensburg  eine Wohnbebauung im Inneren des Geländes überhaupt möglich zu machen. Wer sich die Mühe macht, die fertigen und bezogenen Häuser im Pinderpark in Zirndorf oder in der „Sunyside“ in Heroldsberg zu besichtigen, wird schnell feststellen, dass die in Feucht momentan als Rohbauten stehenden Häuserzeilen der Randbebauung im Osten und Westen nach Fertigstellung durchaus abwechslungsreicher und ansehnlicher wirken. Und im Inneren entsteht eine anderen Wohngebieten in Feucht vergleichbare Reihenhaussiedlung.


Die als Gewerberiegel ausgebildete, bis zu 17 Meter hohe Lärmschutzbebauung nach Süden zur Nürnberger Straße hin wurde leider notwendig, nachdem ein Bürgerbegehren den ursprünglich geplanten Supermarkt an dieser Stelle verhinderte. Der Marktgemeinderat war dem Willen der Bürgerinnen und Bürger nachgekommen und hat den Bebauungsplan entsprechend den gesetzlichen Vorgaben, die das Bundesimmissionsschutzgesetz vorschreibt, geändert. Dass gerade diese Front im jetzigen Rohbauzustand besonders negativ auffällt ist offensichtlich, aber auch hier werden sicher Farbe, Fenstereinbauten und Begrünung noch vieles optisch verbessern.



 

Die CSU jedenfalls begrüßt alle Neubürgerinnen und Neubürger auf das Herzlichste und freut sich, dass sie sich für Feucht als ihren neuen Heimatort entschieden haben. Um so beschämender finden wir es, wie von manchen Seiten das Baugebiet und seine Bewohner im Vorfeld miesgemacht wird.

„Alcatras“ oder „eindeutig Ghetto“ – so lauten herabwürdigende Feststellungen von jenen, die sich wahrscheinlich noch nie Gedanken gemacht haben, was Ghetto eigentlich bedeutet und welch` düstere Zeiten europäischer Geschichte damit verbunden sind. Da passt es dann dazu, dass seitens der Feuchter SPD das Baugebiet als „Gefangenenlager“ und "Ghetto" diffamiert wurde. Und dann gibt es noch den „Vorwurf“, es hätten dort hauptsächlich russische Mitbürger gekauft – oft genug von jenen, die sich selbst sonst betont „Multi-Kulti“ geben. Ganz abgesehen davon, dass wir viele der Käufer kennen und diese ohne russische Wurzeln sind – wären Russlandstämmige in Deutschland Aufgewachsene schlechtere Menschen, die man keineswegs als Neubürger haben möchte? Mitte diesen Jahres werden die ersten Neubürger dort einziehen, und die CSU wird auf die Neubürger zugehen und diese im Markt Feucht herzlich willkommen heißen.

Karin Reiwe / Herbert Bauer